sybille e bloggerin

Sybille E., Lektorin &
Yogalehrende,
Salzburg

"vielen dank für diese wunderbare erfahrung, für diesen kleinen stein, der nur einer unter vielen ist und der dennoch den weg einfacher macht. 
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still ist es rund um mich, ganz still; zumindest rede ich mir das ein. das ticken der uhr? still zumindest rede ich mir das ein. das ticken der uhr? nein, das hör ich nicht. der atem meiner sitz.nachbarin? nein, den will ich nicht hören! das leise knurren meines magens? äh, nein, war da was? ich werde jetzt hier sitzen und die augen schließen und meine zunge vom gaumen lösen und an nichts denken und nur atmen, ich werde mich jetzt nicht an der wange kratzen und nicht an meiner leggings zupfen, ich werde einfach an nichts denken, schon gar nicht daran, dass ich eigentlich an nichts denken soll, sonst kann ich ja nicht an nichts denken mist, ich soll doch nichts denken!

so wird das nichts, was soll das überhaupt, meditation, das klingt schon so esoterisch, wozu soll das gut sein, mir gelingt das doch sowieso nicht, den geist zu beruhigen, gut, dass ich mich auf rajas rausreden kann! oh, jetzt beginnt jemand zu sprechen, da bin ich mal gespannt. ein.atmen, aus.atmen, soweit klar aber mit bewegungen? na gut, probieren kann ich es ja mal. ich atme ein und bewege meine hände nach oben, ich atme aus und bewege meine hände nach hinten, ich atme ein und bewege meine hände nach vorne, ich atme aus und hebe meine hände an die brust.

und ich atme weiter und konzentriere mich auf die bewegung meiner hände, ich vergesse das kitzeln an meiner wange und den drang, an meiner leggings zupfen zu müssen, ich vergesse meine zunge, die wie von selbst im mund.raum schwebt, ich bin nur mehr mein atem, ich fließe, ich bin eins und ich staune nicht schlecht, als mich die sanfte stimme wieder aus diesem fließen erweckt und ich bemerke, dass eine halbe stunde vergangen ist, in der mein geist zur ruhe kommen durfte, fast wie von selbst."